Es bildet ein Talent sich in der Stille, Sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

Goethe, Torquato Tasso

Im Sinne dieses Gedankens von Goethe vollzieht sich die Ausbildung im ersten Seminarjahr hauptsächlich in intensiver Arbeit und in lebendigem Austausch in gemeinsamen Bildungsprozessen in einer Studiengemeinschaft. Dabei ist es ein Grundanliegen des Seminars, dass sich wissenschaftlich-forschende Auseinandersetzung und künstlerischen Übungen wechselseitig innovativ befördern und das fachliche Professionswissen bereichern.

Im zweiten Seminarjahr soll eine umfangreiche Unterrichtserfahrung der Erforschung und Entwicklung persönlicher pädagogischer Praxis und Handlungskompetenzen dienen. Erfahrene Mentoren der Ausbildungsschulen und Seminardozenten betreuen den Ausbildungsfortschritt.

Unsere Ausbildungsschwerpunkte im Überblick:

  • Erarbeitung anthropologischer und entwicklungspsychologischer Grundlagen für Bildung und Erziehung, um auf das Entwicklungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen eingehen zu können.

  • Intensive künstlerische Übungen, die in individueller Weise persönlichkeitsbildend wirken.

  • Integration von fachlichem Professionswissen in die Methodik-Didaktik der Unterrichtsfächer.

  • Erkenntnistheoretische Fundierung und Übung in Phänomenologischer Betrachtung als Methode von Bildungsprozessen.

  • Umfangreiche Schulpraktika, um sich unter Anleitung erfahrener Mentoren auf das eigenverantwortliche Unterrichten vorbereiten zu können.

  • Praxisforschung als inovative Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten im Unterrichten.
  • Lebendigen Austausch und gemeinsame Bildungsprozesse in einer Studiengemeinschaft.

  • Exkursionen mit künstlerisch-praktischen und kulturell-historischen Schwerpunkten nach Italien und Norwegen.

Zu unserem Selbstverständnis gehört es, die anthroposophisch orientierten Studieninhalte nicht als Lehre zu vermitteln, sondern als erkenntnisbasierte Methode mit heuristischer Funktion, intitiativ und erfolgreich in der pädagogischen Praxis handeln zu können.